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SAVE THE DATE: Killerroboter – noch zu stoppen? Vortrag und Diskussion am 22. November

Schon heute werden in vielen Armeen unbemannte Waffensysteme eingesetzt. Einige, insbesondere Abwehrsysteme, können bereits weitgehend autonom handeln. Doch einige wenige Staaten sind willens, auch Angriffswaffen mit hohem Autonomiegrad und geringer oder keinerlei menschlicher Kontrolle, also Killerroboter, zu entwickeln, produzieren und einzusetzen. 29 Staaten wollen tödliche autonome Waffensysteme mit einem völkerrechtlich verbindlichen Instrument verbieten. Gespräche dazu laufen im Rahmen der UN-Waffenkonvention (CCW). Deutschland nimmt dabei eine janusköpfige Haltung ein. Im Koalitionsvertrag von 2018 ist die Absicht festgeschrieben, Killerroboter weltweit zu ächten. Doch auch teils durch die Positionierung Deutschlands in den Gesprächen wird sich in diesem Gremium von diesem eigens gesetzten Ziel mehr und mehr entfernt.
Im Vortrag werden zentrale Begriffe der Diskussion um Killerroboter erklärt. Es wird dargelegt, warum Staaten an diesen Systemen interessiert sind, wie die diplomatischen Gespräche in Genf verlaufen und was die Zivilgesellschaft tun kann, um Killerroboter zu verhindern. Ein Beispiel dafür ist die internationale „Campaign to Stop Killer Robots“. Der Referent, Marius Pletsch, wird Einblick in und einen Ausblick für die Arbeit der Kampagne geben.
Marius Pletsch studiert Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Trier, ist Beirat der Informationsstelle Militarisierung e.V., Redaktionsmitglied der Quartalszeitschrift Wissenschaft & Frieden und Campaigner für die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) in der internationalen „Campaign to Stop Killer Robots“. Ein Fokus seiner Arbeit sind seit 2015 unbemannte militärische Systeme.
Vortrag und Diskussion finden am 22. November um 18 Uhr im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, statt. Die Veranstaltung wird organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern und dem Rostocker Friedensbündnis. Der Eintritt ist frei.